Die Gründung der Mikuláš Galanda-Gruppe
Einige junge talentierte Absolventen der Hochschule für bildende Künste in Bratislava entschieden sich in der zweiten Hälfte der 1950er, ihre malerische und bildhauerische Tätigkeit zu verbinden. Die Galanda Gruppe ging aus den gut bekannten einheimischen Traditionen hervor und orientierte sich auf die europäische moderne Kunst. Sie hatten kein festes Programm, ihr Schaffen sollte frei sein.
Probleme mit der totalitären Macht
In den 1950er und frühen 1960er hatte es die Galanda Gruppe nicht leicht. Die Parteispitzen verfolgten ihre Arbeit mit äußerstem Mißtrauen. Einige Gruppenmitglieder wurden beschuldigt, dass sie die Arbeiterklasse beleidigen, indem sie die Arbeiter mit kleinen Köpfen abbilden und damit auf ihre schwache Intelligenz aufmerksam machen wollen.
Die Eröffnung der tschechoslowakischen Grenze hatte eine große Bedeutung auch für die bildenden Künstler. Im Jahr 1963 wurde A. Barčík bei der VII. Biennale in Sao Paolo ausgezeichnet. 1965 nahm die Galanda Gruppe an Ausstellungen in Rom, Neapel und Paris teil. 1966 bekam M. Laluha einen bedeutenden Preis bei der XXXIII. Biennale von Venedig. In demselben Jahr stellten die Mitglieder der galanda Gruppe ihre Werke in Ausstellungen in Augsburg, Lausanne, Mexiko und Berlin, 1967 in Graz, Wien und Antwerpen. 1970 hatten einige Gruppenmitglieder einen großen Erfolg bei der Expo in Osaka.
Galanda Gruppe nach dem Jahr 1970
Bis zum November 1972 waren die Bedingungen für die slowakische bildende Kunst scheinbar normal. Beim II. Versammlung des Vereins slowakischer bildender Künstler wurde die Kunstszene kompromißlos auf offizielle und unoffizielle geteilt. Die meisten Mitglieder der Galanda Gruppe wurden aus dem Verein ausgeschlossen, was katastrophale Folgen hatte (z. B. Ausstellungs- und Reiseverbot). Die Jahre 1972-73 waren die letzten Jahre der Gruppentätigkeit der Galanda Gruppe, der mutigen Rebellen und Kämpfer für die slowakische moderne Kunst.
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Galandovci (Galanda Gruppe) – Legenden der slowakischen Moderne
Galerie der Stadt Bratislava, Mirbach-Palais, Franziskaner Platz 11, Bratislava
Öffnungszeiten: täglich außer Montag, 11.00 – 18.00 Uhr
Kurator: J. Kukal
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